Derzeit älteste Tautermann (Taudermann) Erwähnung – 1531 in St. Joachimsthal (Böhmen)

Mit Hilfe einer langjährigen Forscherkollegin gelang es die derzeit älteste Erwähnung des Familiennamens Tautermann (Taudermann) in der ältesten Trauungsmatrik von St. Joachimsthal (Böhmen)  zu recherchieren. Hans TAUDERMANN hatte gegen Ende des Jahres 1531 die Ursula KÖLER, Tochter des Matthes KÖLER aus St. Annaberg (Annaberg in Sachsen), geheiratet. Erst etwa 30 Jahre später – wie auf der Homepage bereits erwähnt – tauchen die Namensträger Tautermann (Tauermann, Dautermann u.ä.m.) in den Herrschaftsunterlagen von Komotau (Chomutov) und Crottendorf im Erzgebirge (Sachsen) – allerdings noch vor den ältesten Erwähnungen in Salzburg bzw. in der Rheinpfalz – auf.

Helmuth Tautermann, Wien

 

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Bichler bzw. Pichler in Puchberg am Schneeberg – ursprüngliche Familiennamensform Mossbüchler

Aufgrund meiner Recherchen konnte ich feststellen, dass der ursprüngliche Familienname meiner Bichler/Pichler-Vorfahren aus Puchberg am Schneeberg eigentlich MOSSBÜCHLER (u.ä.m.) war. Am 4. Juli 1717 hatte Mathias Mossbüchler, Sohn des Bartholomäus Mossbüchler aus Pfennigbach, die Ursula Kirchner in Puchberg geheiratet. Der am 12. September 1730 geborene Sohn (bzw. direkte Vorfahre von mir), Mathias, scheint im Kirchenbuch noch mit der Namensform  Mossbichler auf. Mathias heiratete am 17. Oktober 1756 bereits als „Matthias Pichler“ die Magdalena Mühlhofer in Puchberg. Die aus dieser Ehe stammenden Kinder im Zeitraum von 1759 bis 1778 erhielten in den Taufbüchern von Puchberg den Familiennamen PICHLER bzw. PÜCHLER. Die ursprüngliche Namensform Mossbüchler (u.ä.m.) ist somit erloschen. Letztendlich haben sich die beiden noch heute in Puchberg vorkommenden Familiennamen PICHLER und BICHLER durchgesetzt.

Helmuth Tautermann

Sohnholz – weitere Namensfunde in Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen

Ich habe im Internet weiter recherchiert und folgende Daten zum Familiennamen Sohnholz (u.ä.m.) gefunden:

In Herrnburg bei Lübeck lebte Mitte des 17. Jahrhunderts ein Otto Sohnholz (Quelle: http://www.ahnenlotse.de – Ortsfamilienbuch Herrnburg verfasst von Karl-Heinz Schröder). Otto Sohnholz war drei Mal verheiratet und hatte insgesamt 8 Kinder, von denen die meisten aber in jungen Jahren verstorben sind.

Weiters fand ich einen Jürgen Sohnholtz, der im Jahre 1723 in Nienhagen-Celle, Niedersachsen die Catharina Elisabeth Dörre heiratete (Quelle: http://www.rainer-doerry.de/Ahnenforschung/html/Doerry/p000290.htm – M.A.Spahn und Rainer Doerry).

H. Tautermann

Die Sonnholz-Orgel in der Pfarrkirche Mariabrunn in Wien wird restauriert! Neues Treuhandkonto beim BDA!

Am 28.April 2016 erhielt die Pfarre Mariabrunn die Zustimmung zur Restaurierung seitens des Wirtschaftsrates der Erzdiözese Wien, nachdem bereits 50% der Gesamtkosten als Eigenmittel aufgebracht werden konnten. Die Pfarre bedankt sich für die bisherige Großzügigkeit bei allen Spendern und Gönnern recht herzlich. Ein wahrer Beweis für die starke Gemeinschaft in der Pfarre. Aber auch viele externe Freunde und kulturell Interessierte haben finanziell mitgeholfen.

Es ist geplant, den Restbetrag durch Subvention seitens des Bundesdenkmalamts, mittels weiterer Sammlungen, Benefizveranstaltungen und Ansprechen möglicher  Sponsoren, sowie letztendlich durch Aufnahme eines der Pfarre angebotenen zinsenlosen Darlehens (Laufzeit 7 Jahre, davon 2 Jahre tilgungsfrei) aufzubringen.

Alle Interessierten, an der Erhaltung dieser historisch sehr restaurierungsbedürftigen und einzigartigen Orgel aus dem Jahre 1734, sind somit herzlich eingeladen, auf das beim Bundesdenkmalamt ab Jänner 2017 neu – speziell für das Projekt der Restaurierung der Sonnholz-Orgel – errichtete Treuhandkonto Spenden einzuzahlen.

Die neuen Kontodaten:

Bundesdenkmalamt 1010 Wien

IBAN: AT07 0100 0000 0503 1050

BIC: BUNDATWW

Aktionscode: A 12 (unbedingt angeben, um das konkrete Sonnholz-Orgel-Projekt zu unterstützen!)

 

Hinweis: Ihre Spenden werden vom Bundesdenkmalamt ab 2017 direkt an Ihr Finanzamt gemeldet und somit automatisch in Ihre Veranlagung übernommen und dort berücksichtigt.
Voraussetzungen hiefür sind allerdings folgende: Name des Spenders entsprechend Melderegister, Geburtsdatum und Angabe des Aktionscodes!
Vielen Dank für die bisherige Unterstützung und die Bitte auch in Hinkunft zu helfen!
Die Restaurierung durch den hiemit Beauftragten, die Firma Orgelbau Wolfgang Karner, A 2821 Haderswörth, Niederösterreich, wird etwa 2 Jahre dauern. Ich habe Herrn Karner persönlich als begeisterten Fachmann auf dem Gebiet des barocken Orgelbaues und da speziell hinsichtlich der Werke Sonnholz kennengelernt.
Helmuth Tautermann (Spendenkoordinator zwischen dem BDA und der Pfarre Mariabrunn)
P.S.: o.a. Beitrag wurde per 5.2.2017 angepasst!

 

Neue Erkenntnisse bei meinen Aschauer-Vorfahren

Bislang gestaltete sich die Forschung hinsichtlich der Herkunft meiner Aschauer-Vorfahren gewissermaßen als Totpunkt. Durch die nun bei matricula seit einiger Zeit eingestellten Matriken von Pressbaum und Purkersdorf konnte ich dankenswerterweise neue Erkenntnisse über die ursprüngliche Heimat meiner Aschauer-Familie gewinnen.

Mein Vorfahre, Mathias Aschauer, geb. ca. 1683, war zunächst Inmann in Wolfsgraben (1719) gewesen, anschließend Müllermeister in der Stögmühle in Neulengbach (bis etwa 1728), sowie in der Sandmühle in Neulengbach (bis etwa 1731). Dann übersiedelte er um das Jahr 1732 nach Prinzersdorf an der Pielach und war dort als Bauer, Bäcker und Müllermeister tätig. Der Eintrag im Trauungsbuch der Pfarre Purkersdorf aus dem Jahr 1714 erwähnt nun seine Eltern (meine 8-fachen Urgroßeltern): Thomas Aschauer, Richter (1706) und kaiserlicher Waldamtshüttler in Wolfsgraben und später auch in Breitenbrunn, sowie seine Frau Barbara.

Ob ein Bezug zu den zahlreichen Aschauer-Familien im Waldviertel in der Gegend von Gföhl besteht, ist zunächst unklar. Der Urahne dieser Familien war ja seinerzeit aus dem Salzburgischen kommend im 17. Jahrhundert dort als Waldhüttler (Jaidhof, Gföhleramt) ansässig geworden.

Helmuth Tautermann

2016-02-21

Gottfried Sonnholtz – eigentlich ein Gottfried Holtz?

Im Zuge meiner Forschung im Diözesanarchiv Breslau (Wroclaw) am 9. September 2015 wurde ich mit einer etwas geänderten Situation konfrontiert. Anhand meines Beitrags vom 8. Mai 2014, wo ich meine Recherchenergebnisse vorgelegt hatte, wurde Gottfried Sonnholtz laut Kirchenbuch um das Jahr 1695 in Warmbad bei Hirschberg (Jelenia Gora) in Schlesien (heute Polen) geboren.

Es stellte sich nun allerdings heraus, dass der angebliche Geburtsort „Warmbad“ nicht korrekt ins Trauungsbuch der Pfarre St. Stephan im Jahre 1724 (Hochzeit mit der Witwe Eva Rosina Römer) eingetragen worden war. Der richtige Name des Geburtsorts ist nämlich korrekt Bad Warmbrunn (Cieplice Śląskie-Zdrój). Die Recherche in den im Diözesanarchiv in Breslau (Wroclaw) aufbewahrten Kirchenbüchern von Bad Warmbrunn (Cieplice Śląskie-Zdrój) bzw. der Vorpfarre Hirschberg (Jelenia Gora) gestaltete sich dahingehend zunächst erfolglos, da keinerlei Einträge mit dem Familiennamen Sonnholtz u.ä.m. gefunden werden konnten. Trotz mehrstündiger Durchsicht der entsprechenden Kirchenbücher, unterstützt durch  Kaplan Dr. Marek Stasiowski von der Pfarre Rudolfsheim in Wien, blieb die Suche offensichtlich zunächst ergebnislos. Auffällig war allerdings das mehrmalige Namensvorkommen Holtz im gesuchten Zeitraum. So wurde im August 1693 in Warmbrunn ein Gottfried Holtz, Sohn des Benedictus Holtz und der Rosina, geboren (Taufe am 16.8.1693, Kirchenbuch Bad Warmbrunn, 190a, III/1, pag. 271). So kombinierte ich dahingehend bzw. stellte ich folgende These auf, dass er quasi der „Sohn eines Holtz“ oder, anders ausgedrückt, ein „Sohn Holtz“ gewesen war! Meine Annahme wird durch den Umstand verstärkt, dass im Jahr 1724 bei der Hochzeit die Namensform „Sohnholz“ verwendet worden war. Allerdings veränderte sich dann im Laufe der Jahrzehnte die Schreibweise des Familiennamens auf „Sonnholtz“ u.ä.m.

Aufgrund welcher Umstände sich diese möglicherweise neue Familiennamensform, auf der meine Theorie beruht, ergeben hat, ist vermutlich kaum oder nur äußerst schwierig nachzuvollziehen. Weitere Recherchen, u.a. in den Akten des Herrschaftsarchivs Schaffgotsch bzw. im Staatsarchiv in Wien, sind aber geplant. Vielleicht gelingt es hier endgültig und stichhaltig Klarheit zu finden.

Wien, am 21. September 2015

Dkfm. Helmuth Tautermann

 

Orgelbauer Gottfried Sonnholz – Herkunft geklärt

Das Orgelcomittee der Pfarre Mariabrunn in A 1140 Wien-Hadersdorf hat es sich zum  Ziel gesetzt, die für Wien und Ostösterreich einmalige barocke, im Jahr 1734 von Gottfried Sonnholz erbaute, Orgel zu restaurieren und auf den historischen Zustand rückzubauen. Gottfried Sonnholz zählte zu den besten in Wien tätigen Orgelbauer der damaligen Zeit. Er schuf eine große Anzahl von barocken Orgeln, u.a. auch jene in der Stiftskirche in Melk an der Donau, in Mariazell und in der Kirche Mariahilf in Wien. Mariabrunn hat historisch gesehen insoferne großes Glück, als es ebenfalls eine Sonnholz-Orgel besitzt, die noch aus einem großen Teil des Originalbestandes besteht.
Nicht nur die Orgel allein, sondern auch die Person von Gottfried Sonnholz ist insoferne faszinierend, als seine Herkunft bislang noch nicht gesichert war. Renommierte Musikwissenschafter haben zwar viel über ihn recherchiert, aber was sich im Dunkel der Geschichte bislang verlaufen hatte, war seine Herkunft. Der Orgelbauer Sonnholz wurde laut Rückrechnung seines Sterbealters ca. 1695 geboren. Hinsichtlich seines exakten Sterbedatums gibt es allerdings eine Abweichung. Laut dem im Stadt- und Landesarchiv Wien befindlichen Totenbeschauprotokoll aus dem Jahre 1781 (Band 79 – 1781 – L-Z, bzw. der diesbezüglichen Filmrolle 595187) starb er am 3.9.1781. Laut Veröffentlichung in der Wiener Zeitung vom 12.9.1781 starb Sonnholz am 4. des Herbstmonats, demnach also am 4.9.1781. Begraben wurde er am 5.9.1781, wie dem Sterbebuch der Pfarre St. Stephan 1781-1784, Band 34, Seite 42, entnommen werden kann. Vermutlich war meiner Meinung nach der tatsächliche Sterbetag der 3.9.1781.
Als begeisterten Genealogen und Mitglied des Orgelcomittees Mariabrunn ist es mir nun anhand der von „matricula“ im Internet zur Verfügung gestellten digitalen Kirchenbücher der Dompfarre St. Stephan in Wien gelungen, den Geburtsort des Orgelbauers Gottfried Sonnholz herauszufinden. Bei der am 1.11.1724 erfolgten Verehelichung mit der Eva Rosina, Witwe des seinerzeitigen Orgelbauers Friedrich Joseph Römer, ist zu lesen, dass „Gottfrid Sohnholz“ aus Warmbad bei Hirschberg in Schlesien (Jelenia Gora, PL) gebürtig sei. Das genaue Geburtsdatum und die Angabe der Eltern sind derzeit noch unbekannt. Diesbezügliche Nachforschungen in den Archiven in Polen sind geplant.
Dkfm. Helmuth Tautermann